Begleitung bei Traumafolgen
Belastende Erfahrungen können noch lange nachwirken und das Erleben, die Beziehungen und den Alltag beeinflussen. Vielleicht fühlen Sie sich häufig angespannt, schnell überfordert oder innerlich wie abgeschnitten. Möglicherweise fällt es Ihnen schwer, anderen zu vertrauen, Grenzen wahrzunehmen oder zur Ruhe zu kommen.it Anspannung und starken Gefühlen umgehen
In meiner Arbeit geht es darum, gemeinsam zu verstehen, was Sie beschäftigt, und herauszufinden, welche Unterstützung zu Ihnen passt. Ihre Bedürfnisse, Ihre persönlichen Ressourcen und Ihr Tempo bilden dafür die Grundlage.
Sicherheit und Vertrauen entwickeln
Ein wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit ist es, einen verlässlichen Rahmen zu schaffen, in dem Sie sich respektiert und ernst genommen fühlen. Dazu gehören klare Absprachen, ein transparentes Vorgehen und die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen oder eine Pause einzulegen.
Sie entscheiden mit, welche Themen wir ansprechen und welche Übungen Sie ausprobieren möchten. Sie müssen belastende Erlebnisse nicht ausführlich schildern, um Unterstützung zu erhalten. Gemeinsam schauen wir zunächst darauf, was Ihnen im gegenwärtigen Alltag Halt und Orientierung geben kann.
Die eigenen Reaktionen besser verstehen
Manche Reaktionen auf belastende Erfahrungen sind zunächst schwer einzuordnen. Dazu können beispielsweise starke Wachsamkeit, Rückzug, Schlafprobleme, intensive Gefühle oder ein Gefühl innerer Leere gehören.
Ein besseres Verständnis dieser Reaktionen kann helfen, sich selbst mit weniger Vorwürfen zu begegnen. Wir betrachten gemeinsam, welche Zusammenhänge für Sie nachvollziehbar sind und was Ihnen im Umgang damit hilft. Nicht jede Beschwerde ist automatisch eine Traumafolge; eine sorgfältige individuelle Einschätzung ist deshalb wichtig.
Stabilität im Alltag stärken
Wenn vieles gleichzeitig belastet, können kleine, verlässliche Schritte entlasten. Wir beschäftigen uns damit, wie Sie Überforderung früher bemerken und Ihren Alltag besser an Ihre Bedürfnisse anpassen können.
Dabei kann es um Pausen, Tagesstruktur, Schlaf, hilfreiche Kontakte oder den Umgang mit belastenden Situationen gehen. Ziel ist, passende Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, die sich in Ihrem Leben tatsächlich nutzen lassen.
Mit starken Gefühlen umgehen
Gemeinsam können wir erproben, was Ihnen bei innerer Unruhe, Angst, Ärger oder dem Gefühl von Überwältigung hilft. Dazu gehören beispielsweise Übungen zur Orientierung im Hier und Jetzt und individuell ausgewählte Skills.
Nicht jede Übung passt zu jedem Menschen. Sie dürfen wahrnehmen, was angenehm, neutral oder unangenehm ist, und eine Übung jederzeit verändern oder beenden. Auch Übungen mit offenen Augen und ohne bewusste Konzentration auf den Körper sind möglich.
Grenzen und eigene Bedürfnisse wahrnehmen
Die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und auszudrücken, kann nach belastenden Beziehungserfahrungen schwierig sein. Vielleicht fällt es Ihnen leichter, sich an anderen zu orientieren, als auf die eigenen Grenzen zu achten.
In der Begleitung können Sie erkunden, was Ihnen wichtig ist, wann Sie Abstand brauchen und wie Sie Ihre Wünsche mitteilen möchten. Kleine Alltagssituationen bieten Gelegenheit, neue Erfahrungen mit Mitbestimmung und Selbstfürsorge zu sammeln.
Ressourcen und Selbstwirksamkeit entdecken
Was gibt Ihnen Kraft? Was haben Sie bereits bewältigt? Welche Menschen, Tätigkeiten oder Erfahrungen unterstützen Sie?
Wir richten den Blick auch auf das, was Ihnen zur Verfügung steht – selbst wenn es sich im Moment wenig zugänglich anfühlt. Selbstwirksamkeit bedeutet dabei, den eigenen Einfluss wieder wahrzunehmen: Entscheidungen treffen, Unterstützung anfordern und kleine Veränderungen selbst mitgestalten zu können.